Durch den Sabotage-Akt Anfang Januar hatten bis zu 50.000 Einwohner in Berlin mehrere Tage lang keinen Strom und teilweise auch keine Heizung. Insbesondere in den Krankenhäusern, Altenheimen, für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern war es hart.
Tagelang mussten Arbeiter unter extremen Druck bei Minusgraden die Schäden reparieren, um die Energieversorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen.
Noch immer sind die Verursacher unbekannt. Doch es gab mehrere Bekennerschreiben von linksextremen Gruppen, die erklären, auf diese Weise die profitgierigen und rücksichtslosen Energiekonzerne bekämpfen zu wollen.
Die Gnadenlosigkeit, mit der die Energiekonzerne die Preise in die Höhe treiben und für ihre kurzsichtigen Profit-Interessen die Lebensgrundlage auf unserem Planeten zerstören, kann einen wahrlich nur wütend machen.
Doch Sabotage-Akte wie in Berlin treffen nicht die Konzernbosse. Und die Welt ist auch nicht besser dran, wenn noch mehr Menschen ohne Strom und Heizung dastehen.
Im Gegenteil, es gibt schon viel zu viele, denen die Energiekonzerne den Saft abdrehen, weil sie die Wucherpreise nicht bezahlen können. Viel zu viele, bei denen Heuschrecken-Investmentfonds wochenlang kaputte Heizanlagen nicht reparieren.
Ganz zu schweigen von all den Menschen in ärmeren Ländern, die noch viel brutaler unter den Wucherpreisen, der Ausbeutung und den verheerenden Folgen den Umweltzerstörung der Energiekonzerne leiden.
Um dafür zu sorgen, dass die Energiekonzerne nicht noch mehr Leid und Zerstörung anrichten, muss man sie nicht in die Luft sprengen, sondern enteignen – und unter die Kontrolle der dort Arbeitenden in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Worte statt Taten
Für die Regierung ist diese sinnlose Sabotage von einer Handvoll Leuten außerdem ein idealer Vorwand, um allen linken Gruppen, die die Allmacht der Konzerne in Frage stellen, das Leben schwerer zu machen.
Und sie können mit ihren markigen Worten gegen den Linksextremismus davon ablenken, dass auch ohne Sabotage morgen ein ebenso verheerender Blackout eintreten kann: Es reicht ein einfacher technischer Defekt, verursacht durch einen Bagger bei Bauarbeiten, durch Sturm oder Schnee. Denn bei der Privatisierung von Strom, Telekommunikation und anderer Infrastruktur wurden hier viele Sicherheitsmaßnahmen kaputtgespart.
Alle Experten haben nach dem Stromausfall in Berlin erklärt, dass die wichtigste Maßnahme darin bestehen müsste, für vernünftige Notfallpläne, Generatoren und mobile Ersatzsysteme zu sorgen. Doch das würde ja Geld kosten.
