Öl-Preise: Die Kriegsgewinnler sahnen ab

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Obwohl die Lager noch voll sind, ist der Preis für Öl an der Börse mit Kriegsbeginn sofort um 30% gestiegen.

Mehr noch: Bereits vor Ausbruch des Krieges haben Hedgefonds darauf spekuliert und 200 Tankschiffe voller Öl aufgekauft. Dieses Öl halten sie nun zurück. Sie setzen darauf, dass mit der Blockade der Straße von Hormus das Öl irgendwann knapper werden könnte und sie dann noch höhere Wucherpreise für ihr gebunkertes Öl verlangen können.

In den Spekulations-Fonds, die die Ölpreise in die Höhe treiben, haben alle großen Unternehmer und Reichen Geld angelegt. Es sind also die Kapitalisten Deutschlands und der ganzen Welt, die davon profitieren, dass die Bevölkerungen Irans und Libanons unter den Bomben sterben.

Und es ist all diesen Kapitalisten vollkommen gleichgültig, dass diese horrenden Ölpreise die Weltwirtschaft in die nächste Krise zu treiben drohen – und Hunderte Millionen Menschen vor allem in den ärmeren Ländern in die nächste Hungersnot.

Die gestiegenen Ölpreise an der Börse sind jedoch kein Grund, warum die Preise an den Tankstellen in Deutschland quasi vom ersten Tag an um 30 Cent pro Liter gestiegen sind. Denn das Öl, das die Konzerne derzeit dort verkaufen, haben sie lange vor Kriegsbeginn billig eingekauft.

Die Öl-Konzerne nutzen schlicht die Gelegenheit, um auf unserem Rücken saftige Zusatz-Profite zu kassieren.

Doch für die Regierung kommt es natürlich nicht in Frage, das Recht der Öl-Konzerne auf grenzenlose Profitmacherei auch nur einzuschränken. Stattdessen überlegt sie einzuführen, dass die Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen. Was für eine Beruhigung!

Einige Oppositions-Parteien wie die AfD fordern, die Steuern auf Benzin und Diesel zu verringern. Das hat die Regierung 2022 beim Ukraine-Krieg getan. Das Ergebnis: Die Öl-Konzerne haben die Preise trotzdem nicht gesenkt, sondern sich die 3 Milliarden Steuersenkung ebenfalls in die eigene Tasche gesteckt. Und die 3 Milliarden fehlenden Steuern wurden dann auch noch bei uns eingespart. 

Es gibt nur einen Weg, diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Man muss die Öl-Konzerne zwingen, sofort ihre Preise zu senken. Und wenn sie sich weigern, dann muss man ihre Betriebe und Vermögen beschlagnahmen, so wie es sich für Räuber und Erpresser gehört.