Iran, Libanon: Trump gibt nach, doch der Schaden ist angerichtet

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Trotz 30.000 Bomben, die die US-Luftwaffe auf den Iran abgeworfen haben, ist es Trump nicht gelungen, seinen Willen durchzusetzen. Auch die größte Weltmacht kann halt nicht alle anderen wie Schachfiguren lenken.

Nachdem er sich wochenlang gewunden hat, hat er schließlich die vom Iran verlangten Bedingungen akzeptiert. Um die Wiederöffnung der Straße von Hormus zu erreichen, hat Trump sich verpflichtet, die US-Sanktionen gegen den Iran aufzuheben, eingefrorene Gelder zurückzugeben und den Wiederaufbau finanziell zu unterstützen. Und er hat das Ende aller Angriffe auf den Iran und Libanon versprochen, allerdings ohne seinen Partner Israel vorher zu fragen. So, wie es der US-Imperialismus gerne macht: Er entscheidet, seine Untergebenen sollen gehorchen.

Israels Premierminister Netanjahu seinerseits versucht, das Abkommen zu torpedieren. Er kann den Krieg im Libanon nicht so einfach beenden, ohne die Unterstützung der Rechtsextremen in seiner Regierung zu verlieren, die für ihn lebenswichtig ist. Umso mehr, da der seit Oktober 2023 geführte Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser diese rechtsextremen Gruppen extrem gestärkt hat. Die Lage ist daher so instabil, dass jedes Abkommen am Tag danach schon wieder Geschichte sein kann.

Der Krieg der USA hat damit nicht nur Millionen Menschen im Iran und Libanon Tod, Zerstörung, Vertreibung, explodierende Preise und Mangel gebracht. Er hat nicht nur das verhasste diktatorische Regime im Iran gefestigt, das seitdem noch brutaler gegen Kritiker und Streikende vorgeht. Er hat obendrein einen weiteren Dauer-Konflikt im Nahen Osten mit Folgen für die ganze Welt geschaffen.

Dennoch: Der Misserfolg der USA hat auch allen Unterdrückten der Welt vor Augen geführt, dass selbst das mächtigste Land der Welt mit seinen hochmodernen Waffen nicht immer und einfach seinen Willen durchsetzen kann.