Das Totschlag-Argument der Herrschenden für ihre Angriffe ist: „Die Kassen sind leer. Es ist kein Geld da.“ Kein Geld für würdige Renten. Kein Geld, wenn wir im Alter gepflegt werden müssen. Kein Geld, wenn wir krank sind. Kein Geld für die Bildung unserer Kinder. Da fragt man sich: Was taugt eine Gesellschaft, die reich ist, aber für die wichtigsten Dinge kein Geld hat?
Mit den heutigen technischen Möglichkeiten könnten ALLE Menschen unter würdigen Bedingungen leben und alt werden – sogar weltweit. Die Herrschenden beklagen sich sogar ständig, dass wir in vielen Bereichen eine weltweite Überproduktion hätten. Doch ihre kapitalistische Gesellschaft ist nicht so organisiert, dass Technik und Reichtum für das Wohlergehen der Menschen genutzt werden kann.
In ihr gehört all das einer winzigen Minderheit an Konzernbesitzern – und dient einzig dazu, sie immer reicher zu machen.
Sie ist in der Lage, einen Elon Musk zum ersten Billionär der Welt machen. Sie schafft es, dass die Zahl der „superreichen“ Kapitalisten in Deutschland in nur einem Jahr von 4.000 auf über 5.000 gestiegen ist. Aber würdige Arbeits- und Lebensbedingungen für diejenigen zu schaffen, die die Gesellschaft am Laufen halten, dazu ist dieses System unfähig.
Im Gegenteil, für ihre Profite muss die kapitalistische Klasse uns alle immer stärker auspressen. Und sie müssen ihren Konkurrenten immer aggressiver Märkte abjagen, notfalls mit Krieg. Dafür die gigantische Aufrüstung, die nun die letzten Mittel raubt, die noch in den Kassen waren – und die morgen alles in Schutt und Asche zu legen droht, was wir mit unserer Arbeit aufgebaut haben.
Deshalb ist für uns „kein Geld“ da. Und deshalb sind für die Herrschenden ihre heutigen Angriffe tatsächlich „alternativlos“. Doch eben deshalb ist es für uns Arbeitende alternativlos, uns gegen ihre Angriffe zu verteidigen – und uns zu überlegen, wie wir ihnen die Macht über die Wirtschaft aus der Hand nehmen können.
