DHL, Amazon und Co. lassen mittlerweile die Hälfte ihrer Pakete von kleinen Subfirmen ausliefern. Diese sind so klein, dass es für die Arbeitenden noch viel schwerer ist, sich zusammenzutun und zu wehren. Entsprechend herrschen regelrechte Wild-West-Methoden.
Zum Teil unterzeichnen die Paketboten ihre Arbeitsverträge nur noch auf einer Plattform im Internet. Und dort sind sie dann plötzlich gelöscht, und die Arbeitenden können nicht einmal beweisen, dass ihnen noch für zwei oder drei Wochen Lohn zustehen würde.
Offiziell bekommen sie Mindestlohn. Doch oft müssen sie auf ihrer Tour 100 Pakete und mehr ausliefern. Und wenn sie damit nach 8 Stunden nicht fertig sind, müssen sie Überstunden machen – und zwar meist umsonst. Auch Tanken oder das Fahrzeug reinigen müssen sie unbezahlt in ihrer „Freizeit“.
Jeder dritte, der Pakete über 20 Kilo ausliefert, bekommt vom Unternehmen nicht einmal eine Sackkarre. Teilweise kaufen sie sich diese privat… während die Logistik-Konzerne mit ihrer Ausbeutung Milliarden Profite machen.
… Hand in Hand mit der Regierung
Die meisten, die bei diesen Subfirmen arbeiten, kommen aus Osteuropa oder sind Geflüchtete aus Syrien oder Afghanistan. Wegen ihrer unsicheren Aufenthaltsgenehmigungen und zu geringen Deutschkenntnissen können sie keine Arbeit zu besseren Bedingungen finden.
In dieser Lage befinden sich immer mehr Migranten. Denn um damit Wahlwerbung zu machen, verweigert die Regierung Merz möglichst Vielen eine langfristige Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung – und sogar den Deutschkurs, mit dem sie in die Pflege gehen oder Busfahrer werden könnten.
Die Regierung Merz treibt so Jahr für Jahr Hunderttausende weitere Arbeitende in eine Notlage. Sehr zur Freude von DHL, Amazon und all den anderen Ausbeutern, die nur darauf warten sie auszunutzen.
