Sparkasse: Die Opfer werden zu Tätern gemacht

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Am 7. Mai haben vor der Sparkasse in Gelsenkirchen Buer 500 Geschädigte demonstriert, deren Schließfächer bei dem Einbruch vor 5 Monaten ausgeraubt wurden. Seit Monaten bekommen sie von der Sparkasse keinerlei Informationen und erst recht keine Entschädigung für die gestohlenen Wertsachen.

Mehr noch: Weil viele von ihnen Migranten und aus Gelsenkirchen sind, werden sie von Behörden, Medien und der Sparkassen-Leitung wie Täter behandelt und nicht wie Opfer. Man unterstellt ihnen, der Inhalt der Schließfächer müsse ja aus „Schwarzarbeit und kriminellen Machenschaften“ stammen.

In Wahrheit hatten viele ihren traditionellen Hochzeitsschmuck oder Erbstücke in den Schließfächern. Andere hatten ihr Erspartes wegen der Inflation in Gold angelegt, um davon neue Zähne, einen Umzug oder die Versorgung im Alter zu bezahlen. Nun ist alles weg. Empört hielt ein ehemaliger Bergmann ein Bild von sich unter Tage hoch: „40 Jahre Schwarzarbeit“.

Die Bankdirektoren der Sparkasse haben in dieser „Bank für Arme“ nur rudimentäre Sicherheitsmaßnahmen installiert. Und nun versuchen sie auf widerliche Weise, die Schuld auf ihre Opfer abzuwälzen.