Wie oft haben wir in den letzten drei Jahren zu hören bekommen, dass die Betriebe in Deutschland nicht „wettbewerbsfähig“ wären? Es ist ihre Standard-Begründung für die Schließung von Betrieben und um Geschenke vom Staat und Verzicht von uns Arbeitenden zu verlangen.
Sie erzählen uns, dass Löhne, Energiekosten, Umwelt- und Sicherheitsauflagen in Amerika und Asien viel niedriger wären. Doch gleichzeitig verkündet Thyssenkrupp die Schließung einer Autoteile-Fabrik in den USA, Evonik die Schließung eines Betriebs in Costa Rica und BASF die Schließung einer Kunststoff-Fabrik in Südkorea. Alles ebenfalls mit der Begründung, dass diese Betriebe – in Amerika und Asien – „nicht wettbewerbsfähig“ seien.
Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass „niedrigere Kosten“ unsere Arbeitsplätze nicht schützen. Die können wir nur durch einen Kampf gegen die Bosse verteidigen – und letztlich, indem wir Arbeitenden ihnen die alleinige Entscheidungsgewalt über die Betriebe aus der Hand nehmen.
