Und die nächste kaputte Brücke! Diesmal hat es die Nordbrücke in Bonn getroffen. Die wichtige Ost-West-Verbindung über den Rhein, über die täglich bis zu 120.000 Autos fahren, ist nun für mindestens zwei Jahre komplett gesperrt.
Alle alternativen Wege sind seitdem hoffnungslos verstopft. Es ist ein täglicher Nervenkrieg. Und die zusätzlichen Kilometer und vor allem die viele zusätzliche Zeit, die man nun für den Arbeitsweg braucht, bezahlt den Arbeitenden natürlich niemand.
Die Unternehmer haben aus Kostengründen ihre Lager abgeschafft und den Gütertransport von der Schiene auf LKWs verlegt. Sie sind damit maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Zahl der LKWs explodiert, wodurch die Brücken vorzeitig kaputt gehen. Doch statt dafür zu zahlen, haben sie obendrein angekündigt, die Kosten, die ihnen durch die gesperrte Brücke entstehen, auf die Preise umzulegen.
Das sind weitere Kosten, die wir als Endverbraucher tragen müssen, weil die Infrastruktur in den letzten Jahrzehnten kaputt gespart worden ist, um die Profite der Unternehmer über eben diese Jahrzehnte zu sichern.
