Kurz vor den Zwischenwahlen kann Trump die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise und die Ausweitung der Kriege nicht gebrauchen. Also erlaubt er kurzerhand, dass Russland trotz Sanktionen vorübergehend wieder Öl und Gas in die USA liefern darf.
Das Abkommen ist vor allem eine symbolische Geste: „Seht her, ich tue alles für unsere Wirtschaft und den Frieden.“ Ob es die Ölpreise in den USA tatsächlich senkt, bleibt abzuwarten. Denn Trump wendet sich zwar an Russland, nicht aber an die US-Ölkonzerne. Dabei sind die USA und nicht Russland der weltweit größte Öl- und Gasproduzent. Doch die US-Konzerne zu zwingen, ihre Preise zu senken, kommt für ihn natürlich nicht infrage.
Obwohl dank alternativer Lieferrouten inzwischen wieder genauso viel Öl auf dem Weltmarkt ist wie vor dem Iran-Krieg, ist der Ölpreis nämlich noch immer 100% höher. Und die Ölkonzerne wollen möglichst lange von diesen gigantischen Gewinnmargen profitieren.
Von den 10 größten Ölkonzernen sitzen 3 in den USA und 3 in Europa. Sie sind – zusammen mit den westlichen Rüstungskonzernen – die Gewinner des Krieges im Nahen Osten und in der Ukraine.
