Hitzeschutz: Ausgetrocknete (Geld-)Brunnen

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Auch wenn wir hier dieses Jahr Glück hatten: Die Zahl der heißen Sommertage nimmt in Deutschland massiv zu. Und das Ruhrgebiet ist als großes Ballungsgebiet besonders betroffen. Mit bis zu 1.160 zusätzlichen Krankenhauseinweisungen pro Tag rechnet man hier an Hitzetagen.

Das Mindeste wäre, in den Städten Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung und die Gesundheitsgefahren zu verringern. Doch selbst für die einfachsten Dinge ist „kein Geld da“, von ernsthaften baulichen Veränderungen ganz zu schweigen.

So wollte die Stadt Oberhausen 35 Trinkwasserbrunnen aufstellen, an denen man kostenlos Leitungswasser bekommt. Nun werden es aus Kostengründen nur 8. Und selbst von den 5 Brunnen, die es bereits gibt, sind mangels Wartung mehrere abgestellt und verrostet.

Getoppt wird das Ganze nur noch durch die AfD, die mittlerweile in fast allen Stadträten im Ruhrgebiet stark vertreten ist. Als die Stadt Oberhausen entschieden hat, wenigstens in allen Schulen einfache Trinkwasserspender aufzustellen, hat die AfD-Fraktion dagegen gestimmt.

Mit ihrer üblichen Verachtung für die einfache Bevölkerung hat sie diese „soziale“ Maßnahme abgelehnt. Schließlich seien die Eltern dafür zuständig, den Kindern genug Trinkbares (oder Geld dafür) mitzugeben. Und überhaupt gäbe es ja gar keinen Klimawandel…