Trotz des Waffenstillstands-Abkommen bombardiert die US-Armee seit zwei Wochen wieder jeden Tag den Iran. Neben militärischen Einrichtungen bombardiert sie Kraftwerke, Brücken und sogar Entsalzungsanlagen, die für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung lebenswichtig sind. Erneut fallen Bomben auf Städte und Wohnhäuser, sterben dutzende Zivilisten.
Erneut bombardiert der Iran als Antwort darauf Ziele in der Golf-Region. Erneut ist die Straße von Hormus komplett gesperrt, mit massiven Folgen für den Ölpreis und die Weltwirtschaft. Und es ist kein Ende in Sicht. Im Gegenteil, die Lage eskaliert weiter.
Saudi-Arabien engagiert sich nun ebenfalls offensiv an der Seite der USA gegen den Iran, droht mit atomarer Aufrüstung und blockiert Häfen und Flughäfen im Jemen. Als Reaktion darauf blockieren die dortigen Huthi-Rebellen, die mit dem Iran verbündet sind, nun saudische Schiffe im Roten Meer. Damit kann Saudi-Arabien sein Öl weder über die Straße von Hormus noch über das Rote Meer exportieren – wodurch der Ölpreis noch stärker steigt und der Jemen erneut in einen blutigen Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zu versinken droht.
Was erhofft sich Trump von seinen blindwütigen Angriffen auf den Iran? Will er seine Niederlage in diesem Krieg verschleiern oder glaubt er ernsthaft, das iranische Regime doch noch in die Knie zu zwingen?
Eines jedenfalls ist sicher: Die Herrscher der größten imperialistischen Weltmacht können nicht ertragen, dass ihre Vormachtstellung von irgendjemandem in Frage gestellt wird. Und die Bevölkerung im Iran, im gesamten Nahen Osten und letztlich der ganzen Welt zahlt den Preis dafür.
