Proteste der Jugend in Indien: Sie kämpfen für ihre Zukunft

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In Indien sind am 20. Juli Zehntausende junge Leute auf die Straße gegangen. Bereits seit Wochen protestieren sie, trotz teilweiser brutaler Unterdrückung durch die indische Regierung.

Sie ertragen die Korruption und die hohe Jugendarbeitslosigkeit nicht mehr, die jedes Jahr Tausende von ihnen in den Selbstmord treibt – während auf der anderen Seite die Bourgeoisie ihren Reichtum zur Schau stellt und ihren Sprösslingen mittels Bestechung jede Tür öffnet. Zum Beispiel, indem man sich von korrupten Beamten vorab die Prüfungsfragen für Aufnahmeprüfungen an der Universität besorgt.

Ein solcher bekannt gewordener Skandal hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Seitdem protestiert die Jugend: Gegen die Korruption. Gegen das ganze Bildungssystem, das viele Familien in den finanziellen Ruin treibt, die ihren Kindern eine Ausbildung ermöglichen wollen. Dagegen, dass auf viele junge Leute (selbst mit einem Uni-Abschluss) nur Gelegenheitsjobs und Armut warten.

Die Protestbewegung nennt sich ironisch „Kakerlaken-Volkspartei“. Es ist eine Antwort auf den Obersten Richter Indiens, der junge Arbeitslose und Aktivisten als „Kakerlaken“ beschimpft hat. Die Jugendlichen antworten ihnen: Kakerlaken sind hartnäckig, und sie lassen sich nicht vertreiben.

Nach Nepal, Madagaskar und Marokko beginnt nun auch ein Teil der indischen Jugend, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen… indem sie kämpfen.