Regierung und AfD stellen es so dar, als wären die Krankenkassen im Minus, weil sie angeblich so viele Migranten und Bürgergeldempfänger mitversorgen müssen.
Nur komisch: Vor der Corona-Pandemie hatten die Krankenkassen sogar einen Überschuss. Dabei gab es zu der Zeit MEHR Bürgergeld-Empfänger und Asylbewerber als heute, sogar fast eine Million mehr! Ihre Behauptung ist also eine Lüge, die nur einen Zweck hat: davon abzulenken, wer die Kassen in Wahrheit immer stärker ausplündert.
Tatsächlich nämlich sind die Krankenkassen seit Corona deshalb ins Minus gerutscht, weil die Preise für Medikamente, Strom und Geräte extrem gestiegen sind, unsere Löhne (und damit auch die Krankenkassenbeiträge) aber nicht.
Und diejenigen, die sich daran am meisten bereichern, sind die Pharmakonzerne, die immer unverschämtere Preise verlangen und dadurch sogar noch höhere Profit-Margen haben als die Rüstungs- und Ölkonzerne! Doch statt sie zur Kasse zu bitten, sollen wir Patienten noch mehr zahlen.
Dann sind da die Hedge-Fonds und Konzerne, die mittlerweile die Mehrheit der Krankenhäuser, Reha- und Pflege-Einrichtungen besitzen und jedes Jahr Milliarden aus dem Gesundheitsbudget heraussaugen. Doch statt das Gesundheitswesen aus ihren Klauen zu befreien, soll noch mehr (!) beim Krankenhaus-Personal eingespart werden.
Und dann sind da noch die Privatversicherten. Wenn die Regierung ernsthaft die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung stärken wollte, würde sie alle – auch die mit einem Monatseinkommen von 10.000 Euro, 50.000 Euro und mehr – zwingen, in die gesetzlichen Kassen einzuzahlen.
Und sie würde der Lebensmittelindustrie Vorschriften machen, statt uns mit einer Zuckersteuer zu bestrafen.
Doch all die Konzerne sollen sich weiter bereichern und uns krank machen dürfen. Und dafür werden wir ALLE angegriffen werden. Dafür sollen wir alle noch viel schlechter versorgt werden, ob wir nun Arbeit haben, arbeitslos oder Rentner sind, und egal welcher Herkunft wir sind. Nur, wenn wir uns nicht weiter gegeneinander aufhetzen lassen, sondern uns zusammentun, können wir diesen Angriff aufhalten.
