Volkswagen will sein Autowerk in Osnabrück verkaufen und verhandelt darüber… mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael. Der israelische Staatskonzern möchte dort Militärfahrzeuge bauen.
Denn die israelische Armee braucht Nachschub: Für ihren anhaltenden Terror in Gaza und dem Westjordanland. Für ihren Krieg im Südlibanon, den sie trotz der geltenden „Waffenruhe“ unvermindert fortsetzt und der seitdem weitere 2.500 Libanesen das Leben gekostet hat. Und auch für ihre zahlreichen Angriffe auf Syrien, Katar, Iran und andere Länder der Region.
Der israelische Staat hat in der letzten Zeit im gesamten Nahen Osten Krieg angefangen beziehungsweise angeheizt. Daher braucht er nun einen geschützten Produktions-Standort, wo (noch) kein Krieg ist, um für ihren brandgefährlichen Kriegszug die nächsten Waffen zu produzieren – und für den Export an europäische Staaten, die damit die nächsten Kriege beginnen können.
Das VW-Werk in Osnabrück bietet sich da an. Infrastruktur und ausgebildete Arbeitskräfte sind schon da – auch wenn Rafael direkt erklärt hat, nur einen Teil von ihnen zu übernehmen. Die Zukunft, die sie den VW-Arbeitern in Osnabrück bieten, ist also entweder arbeitslos zu werden oder für einige der derzeit schlimmsten Vernichtungskriege die Waffen zu produzieren.
Und wer dies kritisiert, steht vor Gericht
Als Protest-Aktion gegen die Militarisierung bei VW und in Deutschland hatten einige Osnabrücker das örtliche Manneken Pis (die Statue eines pinkelnden Polizisten) mit dem Foto von Verteidigungsminister Boris Pistorius versehen, mit einem übergroßen Penis und einem Schild „der kriegsgeile Pistorius“.
Eigentlich eine harmlose Aktion: Ähnliche Szenen – allerdings mit einem kriegsgeilen Putin – fanden sich auf den Düsseldorfer Karnevals-Wagen von Tilly. Doch es genügte, um zwei Osnabrückern eine Hausdurchsuchung und eine Anklage wegen „Beleidigung von Politikern und Amtspersonen“ einzubringen.
Die Herrschenden in Deutschland peitschen die Aufrüstung und die Kriegsvorbereitungen voran. Offensichtlich reagieren sie dabei sehr empfindlich auf jede Kritik. Vielleicht sind sie doch nicht so sicher, dass alle hinter ihnen stehen?
