Aldi Süd will in Mülheim (Ruhr) bis Ende nächsten Jahres 1.250 Arbeitende entlassen, fast alle bei der IT-Tochter Aldi DX. Den Großteil ihrer Arbeit sollen die verbleibenden 2800 Beschäftigten mit übernehmen – unter dem Vorwand, bald würde ja Künstliche Intelligenz ihnen helfen, den Berg zusätzlicher Arbeit zu bewältigen. Nur ist von dieser KI weit und breit noch nichts zu sehen.
Das Management von Aldi Süd gibt offen zu, dass es einzig darum gehe, den Gewinn des (bereits extrem reichen) Konzerns zu „optimieren“. Für diese Profit-„Optimierung“ setzen sie im Ruhrgebiet, wo ohnehin schon die höchste Arbeitslosigkeit Deutschlands herrscht, weitere 1.250 Arbeitende auf die Straße.
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Schon im letzten Jahr war der Druck stark gestiegen und Hunderte Beschäftigte „wurden gegangen“. Eine Reihe Kollegen haben sich daraufhin heimlich organisiert, um einen Betriebsrat zu gründen. Denn Aldi Süd ist berüchtigt dafür, dies mit allen Mitteln zu verhindern.
Auch bei Aldi DX haben sie es versucht. Doch am Ende haben sich über 1.000 Arbeitende getraut, am 31. März in einer offenen Versammlung die Gründung eines Betriebsrats zu beschließen. Und man kann hoffen, dass ihnen diese ersten Erfahrungen dabei helfen, sich gegen diesen massiven Angriff zur Wehr zu setzen.
