Uniklinik Essen: Proteste beenden Abtreibungsverbot

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Der bisherige Leiter der Frauenklinik an der Essener Uniklinik hat sich seit 25 Jahren geweigert, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen. Selbst nach Vergewaltigungen hat er den Frauen den Eingriff verweigert.

Der Klinikleiter hat sich damit gerechtfertigt, dass dies seine private „Gewissensentscheidung“ sei. Doch alle ihm untergebenen Ärztinnen und Ärzte mussten sich an seine Gewissensentscheidung halten. Der Klinikleiter hat für sie entschieden, dass niemand von ihnen Abtreibungen vornehmen darf.

Nachdem dieser Klinikdirektor nun in Rente geht, hatte der Vorstand des Essener Uniklinikums zunächst erklärt, auch die nächste Klinikleitung dürfe in dieser Frage wieder alleine entscheiden. Doch nach empörten öffentlichen Protesten ausgehend von Medizinstudierenden ist der Vorstand zurückgerudert und will nun endlich alle gesetzlich erlaubten Eingriffe ermöglichen.