Zweimal – im Dezember 2024 und im September 2026 – haben die VW-Bosse die Vernichtung von je 50.000 Jobs und Lohnkürzungen angekündigt. Beide Male stimmten Betriebsrat und Gewerkschaftsführung dem zu, ohne die Arbeitenden vorher zu fragen – obwohl viele deutlich ihre Bereitschaft gezeigt hatten, gegen die Angriffe zu streiken.
Nach der zweiten kampflosen Kapitulation dauerte es keine vier Wochen, bis der nächste Angriff des VW-Vorstands kam. Je weniger Widerstand die Bosse spüren, desto dreister werden sie.
Trotz des zweifachen Verrats haben viele Arbeitende nicht resigniert. Zehntausende VW-Arbeiter zeigten am 21. September mit Aktionen, Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen erneut ihre Kampfbereitschaft.
Doch damit sie nicht wieder verraten werden, müssen alle Fragen und Entscheidungen ihres Kampfes – von Beginn und Verlauf über die Kampfformen bis zu den Verhandlungen – unter ständiger Kontrolle aller beteiligten Arbeiterinnen und Arbeiter sein.
