Galeria Kaufhof: „Investoren“ sind nie unsere Retter

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Mittlerweile zum fünften Mal hat Galeria Kaufhof Insolvenz angemeldet. Jedes Mal war es dasselbe: Tausende verloren quasi ohne Abfindung ihre Arbeit, weil die Firma angeblich pleite war. Die Übrigen verdienen mittlerweile 30% weniger als den (ohnehin schon niedrigen) Tariflohn des Einzelhandels.

Und nun liegen schon wieder 12.000 Beschäftigte nachts wach und fragen sich, ob sie morgen noch Arbeit haben.

Die Galeria-Besitzer hingegen verdienten gut daran. Immobilien-Hai Benko zog über die Karstadt-Immobilien nahezu eine Milliarde Euro aus Galeria heraus.

Die neuen „Investoren“ investierten gar nichts, sondern ließen sich teure Privatjetreisen und Luxushotels auf Firmenkosten spendieren. Und für alles nahmen sie Kredite auf, deren Kosten Galeria nun abbezahlen muss – inklusive bis zu 14% Zinsen. Kein Wunder, dass Galeria wieder pleite ist.

Allein von den Geldern, die diese „Investoren“ über Jahre aus dem Unternehmen herausgesaugt haben, könnte man den 12.000 Beschäftigten noch lange weiter Lohn zahlen, zum Teil bis zur Rente.

Stattdessen wird ihnen schon wieder ein neuer Investor als angeblich einziger „Retter“ präsentiert, der vielleicht „nur“ einen Teil entlässt und die übrigen Häuser weiter auspresst – bis zur nächsten Insolvenz.