Tesla: So wie sie in den Fabriken herrschen

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In der Tesla-Fabrik in Brandenburg hat die Werksleitung Anfang Februar einen Vertreter der IG Metall vom Werkschutz festnehmen lassen. Unter dem Vorwand, er hätte im Werk unbefugte Aufnahmen gemacht, beschlagnahmte die Werksleitung seinen Laptop und führte ihn wie einen Gefangenen vom Gelände ab.

Keiner weiß, ob die Werksleitung auch versuchen wollte, auf dem Laptop an Informationen über Mitglieder und gewerkschaftliche Aktivitäten im Betrieb zu kommen. Doch in jedem Fall ist es ein weiterer Versuch, die Arbeitenden im Werk einzuschüchtern und sie davon abzuhalten, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

Die Tesla-Fabrik von Elon Musk ist berüchtigt für ihre schlechten Arbeitsbedingungen: für die extreme Arbeitsbelastung, die vielen Arbeitsunfälle, der massive Druck auf Kranke. Und daran soll sich auch ja nichts ändern. Daher versuchen Musk und seine Helfershelfer alles, um zu verhindern, dass Arbeitende sich organisieren und wehren: mit Hilfe von Einschüchterungen, Entlassungen und notfalls auch Gewalt.

Dennoch haben sie nicht verhindert, dass sich Gruppen von Arbeitenden außerhalb des Betriebs getroffen und organisiert haben. Und trotz der Einschüchterungen ist es ihnen gelungen, offene Protestaktionen zu organisieren. So wie vor anderthalb Jahren, als über 1.000 Arbeiterinnen und Arbeiter einen Tag lang mit dem gleichen Protest-Aufkleber der Gewerkschaft auf ihrem T-Shirt zur Arbeit kamen. Und offensichtlich bereitet das einem Musk ernsthaft Sorgen.

Elon Musk ist ein bekannter Rechtsextremer, ein Freund und Unterstützer der AfD. Was in seinen Fabriken passiert, gibt einen kleinen Eindruck davon, wie diese Rechtsextremen gegen alle bereit sind vorzugehen, die ihrer Macht im Weg sind – und die als Arbeitende ihre Lebensbedingungen und ihre Rechte verteidigen.