Jedes Mal, wenn man denkt, es könnte nicht mehr schlimmer werden, wird es schlimmer. Autobahnsperrungen und Bauarbeiten am Kreuz Kaiserberg bei Duisburg, parallel dazu wochenlang Gleis-Arbeiten und Schienenersatzverkehr zwischen Düsseldorf, Duisburg und Essen. Dann muss auch noch plötzlich die Ruhrtalbrücke wegen gefährlicher Schäden gesperrt werden und damit eine weitere wichtige Autobahn von Düsseldorf ins Ruhrgebiet. Und kaum fährt auf dieser Strecke zumindest die Deutsche Bahn wieder, geht das Stellwerk in Essen kaputt – und zwischen Köln und Wuppertal wird die nächste Bahn-Verbindung für Monate gesperrt.
Die Infrastruktur von Straßen und Schienen ist durch 40 Jahre Kaputtsparen so auf den Hund gekommen, dass die nächsten zehn Löcher aufreißen, wenn mal irgendwo eins geflickt ist. Alles wird noch schlimmer dadurch, dass immer mehr schwere LKWs die Straßen kaputt machen, weil LKW-Transporte für die Konzerne flexibler und billiger sind – dank LKW-Fahrern, die bis auf die Knochen ausgepresst werden.
Der Weg zur Arbeit ist für viele von uns ein täglicher Nervenkrieg geworden – und verdammt viel Lebenszeit, die man uns klaut. Würde der Weg zur Arbeit als Arbeitszeit zählen und damit von den Unternehmern bezahlt werden müssen, dann würden sie vielleicht tatsächlich dafür sorgen, dass sich etwas tut.
