Krankenhaus-Beschäftigte der Charité in Berlin streiken derzeit für den Erhalt ihres „Tarifvertrags Entlastung“.
2015 hatten sie in einem größeren Streik erkämpft, dass sie als Entschädigung für all die Schichten, in denen sie mit zu wenig Personal viel zu viele Patienten versorgen müssen, zusätzliche freie Tage bekommen. Ihr Streik wurde zum Vorbild für die Arbeitenden vieler Krankenhäuser, die in den Jahren danach ebenfalls ähnliche Maßnahmen gegen die extreme Arbeitsüberlastung erkämpft haben.
Als die Bundesregierung im Frühjahr mehrere Milliarden Euro an Einsparungen bei den Krankenhäusern beschlossen hat, hat der Vorstand der Charité dies sofort als Vorwand genommen, um den Tarifvertrag Entlastung vorzeitig zu kündigen. Und es ist ziemlich sicher, dass die Vorstände anderer Krankenhäuser mit solchen Tarifverträgen sich die Charité zum Vorbild nehmen werden.
Doch die Arbeitenden der Charité haben sofort reagiert. Sie sind gegen diesen Angriff in den Streik getreten. Sie können damit zum Vorbild für uns alle werden: Denn Streik ist die einzig wirksame politische Antwort auf die Kürzungspolitik der Regierung, nicht nur im Gesundheitswesen.
