Naher Osten: Das Chaos breitet sich aus

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Seit dem Sommer hat sich der imperialistische Krieg um Öl und Macht, den die USA gegen den Iran begonnen haben, auf ein weiteres Land ausgeweitet: den Jemen. Auch seine Bevölkerung ist seither Tod, Zerstörung und Vertreibung ausgesetzt.

Dabei hat sie gerade erst einen fürchterlichen Krieg mit 400.000 Toten und einer katastrophalen Hungersnot hinter sich. Von 2015 bis 2022 führte Saudi-Arabien (unterstützt von den USA) hier Krieg gegen die jemenitischen Huthi-Milizen, die ihrerseits vom Iran unterstützt werden. Nun hat Trumps Angriffskrieg den Konflikt neu entfacht.

Die Blockade der Straße von Hormus zwingt Saudi-Arabien, mehr Öl über eine andere Schifffahrtsroute zu transportieren, die am Jemen vorbeiführt. Im Streit um die Kontrolle der dortigen Häfen bombardiert Saudi-Arabien wieder jemenitische Städte. Die Huthi greifen ihrerseits Ölraffinerien und Pipelines in Saudi-Arabien an und blockieren saudische Schiffe.

Hunderttausende Jemeniten versuchen verzweifelt, vor den Angriffen beider Seiten zu fliehen. Welche Schrecken dieser Krieg ihnen noch bringt und welche Folgen er für die Weltwirtschaft haben wird, ist unabsehbar. Schon jetzt ist der Öl- und Gaspreis erneut dauerhaft gestiegen.

Dieses sich ausbreitende Chaos ist die Folge des kapitalistischen Weltsystems, in dem alle Großmächte und ihre Helfershelfer versuchen, sich die Kontrolle über Rohstoffe und Handelsrouten zu sichern – um jeden noch so schrecklichen Preis.