Rubriken: Aus dem Ruhrgebiet

  • Duisburg: Thermosocken für RWE?

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    Die Stadt Duisburg hat 30 „Energiesparhelfer“ ausgebildet, die HartzIV-Empfängern „helfen“ sollen, Geld bei Strom, Wasser und Wärme zu sparen. Sie sind ausgerüstet mit Messgeräten, mit Energiesparlampen… und vielleicht mit Winterpullis und Thermosocken, damit man gar nicht mehr zu heizen braucht? Den wahren Kostentreiber werden sie allerdings kaum in den Wohnungen der HartzIV-Empfänger finden. Dafür müssten…

  • Sparplan statt Fahrplan

    — Nr.

    Heimlich ein paar Millionen Euro sparen wollte die Essener Verkehrs-AG mit dem neuen Fahrplan: Sie hat die Wendezeiten, an denen die U-Bahn an der Endhaltestelle Pause macht, gekürzt. Dadurch fährt eine Bahn weniger auf der Strecke. Außerdem gibt es weniger Doppelwagen. Doch seit der Umstellung herrscht Chaos. An manchen Haltestellen sind die Bahnen total überfüllt.…

  • Essens Kita-Plätzchen

    — Nr.

    In den Essener Kitas wird ein Loch zugestopft, indem man ein anderes aufreißt. Um die Schaffung der dringend nötigen Plätze für unter 3jährige zu bezahlen, sollen Ganztagsplätze für 3-6jährige in Halbtagsplätze umgewandelt werden. Fehlt das Ganztagsangebot, bleibt vielen Müttern nur noch, zuhause zu bleiben oder im besten Fall ein Teilzeitjob. Während der Landtagswahlkampf gerade zu…

  • Arbeitsplatzvernichter Essen

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    Keiner der 109 Azubis der Stadt Essen soll übernommen werden, ob Koch, Gärtner oder Verwaltungsangestellter. Auch die Zeitverträge bei der Stadt sollen nicht verlängert werden. Das betrifft alleine 110 Erzieherinnen in den Kitas. Sie sind die ersten Opfer der Entlassungspläne der Stadt, die in den nächsten Jahren tausende Arbeitsplätze vernichten will. Diese Pläne treffen alle:…

  • Aus den Augen, aus dem Sinn

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    Seit 2005 wurden im Ruhrgebiet 22.000 neue „Firmen“ gegründet. Fast alle sind 1-Mann-Betriebe, die zum Beispiel „haushaltsnahe Dienstleistungen“ anbieten. Mehr neue Firmen… weil mehr Menschen arbeitslos sind? Ja, in der Tat: Denn für viele wird die eigene „Firma“ der letzte Strohhalm, mit dem sie sich vor der Langzeitarbeitslosigkeit zu retten versuchen. Schon der Begriff „Firma“…

  • Schulen in Essen: Nicht nur Schüler fehlen

    — Nr.

    Verdreifacht hat sich in den letzten drei Jahren die Zahl der Eltern in Essen, die Strafe zahlen sollen, weil ihre Kinder die Schule schwänzen – und zwar bis zu 1000 Euro. Die Politik hat entschieden, Eltern konsequent dafür zu bestrafen, dass ihre Kinder der Schule fernbleiben. Die Eltern, die morgens meist selber zur Arbeit müssen,…

  • Essener Jobcenter: unmögliche Wartezeiten

    — Nr.

    Wer vor einem Jahr in der Krise arbeitslos geworden ist, muss in Essen teilweise 1-2 Monate lang von Lebensmittelgutscheinen leben. Der Grund: Nach einem Jahr ist man „Langzeitarbeitsloser“ und rutscht sofort in HartzIV. Das Essener Jobcenter jedoch braucht bis zu zwei Monaten, um die Anträge auf HartzIV zu bearbeiten. So lange bekommen die Betroffenen kein…

  • Frauen(häuser) in Not

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    Für viele Frauen, die von ihren Ehemänner misshandelt werden, ist das Frauenhaus oft die einzige Zufluchtsstätte. Doch 147 Frauen musste das Frauenhaus in Essen im letzen Jahr abweisen, weil kein Platz für sie da war. Landesweit erging es über 5.000 Frauen so. Das sind die menschlichen Dramen, die hinter den nackten Zahlen der Sparpläne der…

  • Alles Gute geht nach oben

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    Jede zweite Stelle will die Stadt Essen in den nächsten 10 Jahren nicht neu besetzen. 1500 Arbeitsplätze sollen so vernichtet werden. Das bedeutet mehr Arbeit für die Übriggebliebenen, noch weniger Arbeitsplätze für die Jugend und schlechteren Service für alle Einwohner. Wie in den Betrieben, so in den Städten: Gespart wird immer am falschen Ende, nämlich…

  • Leere Tische, volle Tafeln

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    Die Essener Tafeln sind völlig überlastet. Sie können „nur“ 10.000 Bedürftige pro Woche mit Lebensmittelspenden versorgen. Aber es kommen viel mehr. Im Herbst mussten sie daher für 6 Wochen die Aufnahme Neuer verweigern. Und jetzt haben sie die Zeit, während der man Hilfe von den Tafeln bekommen kann, auf ein Jahr begrenzt. Doch was macht…