Rubriken: Aus dem Ruhrgebiet

  • Asbestfalle Uni Essen

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    Bei Brandschutzarbeiten wurde entdeckt, dass sich in Zwischendecken der Universitätsgebäude in Essen Spritzasbest gelöst hat, der nun als Flocken in den Hohlräumen herum liegt und fliegt. Schon vor 20 Jahren haben in der Universität erste Asbestsanierungen stattgefunden – mindestens solange ist das Problem bekannt. Doch für eine vollständige Sanierung hatte das Land NRW nie Geld.…

  • Seniorenheim: Mehr Löcher als Schweizer Käse!

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    Für die 140 Bewohner des SenVital-Seniorenheims in der Essener Weststadt war es eine Horrormeldung. Sie müssen aus dem Altenheim ausziehen. Damit verlieren sie nicht nur ihre Zimmer in diesem vergleichsweise modernen Altenheim, das darüber hinaus sehr zentral gelegen ist. Sie verlieren auch ihre gewohnte Umgebung und ihr soziales Umfeld. Schon wieder – schließlich war es…

  • Schließung von Grundschulen – Gespart wird also doch

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    Weil die Schülerzahlen sinken, will die Stadt Essen 4 Grundschulen schließen. Und wo liegen drei der vier Schulen? In den sozialen Brennpunkten und ärmeren Vierteln der Stadt, im Nordviertel, im Bergmannsfeld, in Stoppenberg. Die sinkenden Schülerzahlen könnten dazu dienen, genau für Kinder aus den ärmeren Stadtteilen endlich kleinere Klassen und bessere Lernbedingungen zu schaffen. Stattdessen…

  • Serienmörder

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    Im Krefelder Edelstahlwerk von ThyssenKrupp sind am 5. Mai ein 32jähriger und ein 58jähriger Arbeiter bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Sie wurden bei Reinigungsarbeiten im Kaltwalzwerk von einem Tankdeckel erschlagen. Beide arbeiteten für eine Fremdfirma. Seit Jahren hat ThyssenKruppStahl aus Kostengründen immer mehr Arbeiten an Fremdfirmen ausgelagert oder mit Leiharbeitern besetzt. Bis zu fünf…

  • TKS Duisburg: Streiken für den Arbeitgeber?

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    Da hat ThyssenKruppStahl (TKS) seine eigenen Arbeiter Ende April zum „Streik“ aufgerufen. Den meisten Arbeitern war sofort klar, dass daran etwas faul sein musste. Gemeinsam mit Geschäftsführung und Gewerkschaft sollten die Arbeiter im Landschaftspark Duisburg gegen die hohen Rohstoffpreise demonstrieren. Denn die schmälern die Konzerngewinne. Für die Gewinne der Aktionäre also sollten die Arbeiter aller…

  • Stadt Essen schenkt EON 2 Millionen Euro!

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    Erst jetzt kam heraus, dass die Stadt Essen 2008 dem EON-Konzern 2 Millionen Euro geschenkt hat. Weil der Bau der neuen EON-Konzernzentrale auf ehemals städtischem Boden teurer wurde als geplant, hat die Stadt freiwillig diese Mehrkosten gezahlt. Der Stromkonzern EON mit seinen Milliardengewinnen hat solche Summen in der Portokasse. Die Stadt Essen aber hätte von…

  • Verkehrte Welt

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    Die Arbeit macht krank – im Ruhrgebiet noch deutlich häufiger als durchschnittlich in Deutschland. Das haben die Krankenkassen festgestellt. Vor allem mit Muskel- und Skelett-Krankheiten haben die Arbeitenden immer öfter zu kämpfen: mit Problemen mit Bandscheiben, Rücken, Schulter, Hand… Gerade im Ruhrgebiet können die Unternehmer die hohe Arbeitslosigkeit besonders als Druckmittel ausnutzen, um die Arbeitenden…

  • Proteste bei der Widia: Schluss mit den Entlassungen!

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    Große Teile der Frühschicht der Widia in Essen haben am 16. März spontan die Arbeit niedergelegt, als sie erfuhren, dass der Leiter der Ausbildungswerkstatt gekündigt werden sollte. Seit Beginn der Krise 2008 haben die Arbeiter auf immer mehr Lohn verzichtet. Alles, um angeblich Entlassungen zu verhindern. Und dennoch wurden in dieser Zeit 146 der 700…

  • Die Städte werden kaputt gespart… für die Banken

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    Es wird einem schlecht, wenn man die Sparpläne von Duisburg oder Essen hört: Schließung von ganzen Schulen, von Schwimmbädern, drastische Einsparungen beim Öffentlichen Nahverkehr, beim Sport, bei der Kultur. Es trifft wie immer die am meisten, die am wenigsten haben: Die Schulen, wo kein reicher Förderverein die kaputten Sportgeräte ersetzt. Die Menschen, die auf Bus…

  • Broelsch: Erpresser in Weiß

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    Zu 3 Jahren Gefängnis wurde der sogenannte „Star-Chirurg“ des Essener Uniklinikums Broelsch verurteilt. Endlich. Jahrelang hatte er todkranke Menschen dazu erpresst, für eine Operation zwischen 2.000 und 15.000 Euro zu „spenden“. Sonst würden sie erst Wochen oder Monate später operiert und hätten nur geringe Überlebenschancen. Bis heute hält Broelsch seine Erpressungen für völlig in Ordnung.…