Die brisantesten Epstein-Dokumente sind noch immer unter Verschluss. Denn bis zum Schluss versucht die amerikanische Justiz, die Mächtigen zu schützen. Doch allein die Liste der Namen, die mit diesem reichen verurteilten Sexualstraftäter gute Kontakte pflegten, spricht für sich: Man fragt sich, wer von den Reichen und Mächtigen der Welt nicht dazu gehörte.
Zufall ist dies nicht. Weltweit gehören nur 3.000 Familien zum Club der Milliardäre. Sie bilden eine weltweite gesellschaftliche Klasse. Sie kennen sich alle untereinander. Sie begegnen sich in großen Hotels und Luxusgeschäften, treffen sich an der Riviera, in Doha oder Davos. Sie verbringen ihr Leben damit, miteinander Geschäfte zu machen und sich Gefälligkeiten zu erweisen.
Nicht alle haben an den von ihm organisierten Orgien teilgenommen. Aber aus Gefälligkeit, wenn nicht gar aus Komplizenschaft, haben sie geschwiegen. Wundert es einen? Die kapitalistische Klasse ist es gewohnt, alles zu kaufen und für ihre Zwecke zu benutzen: Firmen mit hunderttausenden Arbeitenden, Fernsehsender, Minister, Richter, politische Parteien… Warum also nicht auch Mädchen, selbst wenn sie minderjährig sind?
Das sind die Werte der Klasse, die die Welt regiert. Der Leute, die es „zu etwas gebracht“ haben, denen wir nacheifern sollen. Wenn man das so sieht, bekommt man eher Lust sie hinweg zu fegen.
