Rubriken: Ihre Gesellschaft

  • Krankenscheine: Verfolgungswahn

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    Auf Wunsch der Unternehmer fordert FDP-Finanzminister Lindner, den telefonischen Krankenschein für leichte Krankheiten (v.a. Erkältungen) wieder abzuschaffen. Alle anderen wollen ihn behalten: Patienten, Ärzte und sogar die Krankenkassen. Allein schon, weil sich so im Wartezimmer nicht alle gegenseitig anstecken. Doch (wie immer) sind die Unternehmer krankhaft überzeugt, dass die Arbeiter sie damit ständig betrügen und…

  • Meyer-Werft: Risiko-Kapital

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    Die deutsche Regierung hat jetzt also für 400 Millionen 80% der Meyer-Werft übernommen. Ansonsten hätte die Werft keinen Kredit mehr bekommen, weil die Banken das Risiko nicht tragen wollten. Nun tragen wir das Risiko… solange, bis die Werft wieder sicher Gewinne abwirft und die Schulden bezahlen kann. Dann soll sie wieder privatisiert werden. Wie immer…

  • Deutschland: Keine Regierung wird Frieden bringen

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    Angesichts der offen kriegerischen Politik der Regierung, die zu Recht immer mehr Menschen beunruhigt, versprechen mehrere Oppositionsparteien, sie würden für Frieden sorgen… wenn wir sie wählen würden. Vor allem Sarah Wagenknecht tut sich hier hervor. Sie verspricht, für eine „dauerhafte Friedensarchitektur für Europa“ zu sorgen. Man müsse nur endlich wieder „Diplomatie wagen“ und alle an…

  • BMW: Hinter der schicken Fassade

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    Bei einem Sub-Unternehmen von BMW in Marokko streiken seit Mitte Juli hunderte Arbeiter gegen die unerträglichen Arbeitsbedingungen. BMW lässt über diese Subfirma das Kobalt abbauen, das es für seine E-Autos braucht. Doch weil es jeden Arbeits- und Umweltschutz ignoriert, vergiftet es dabei sowohl die Bergleute wie die ganze Umgebung mit Arsen. Hinzu kommen regelmäßig schwere Arbeitsunfälle…

  • Bahn: Noch mehr Einsparungen

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    Mit der Bahn zu fahren hat mittlerweile wirklich was von Lotto spielen: Man weiß nie, wann man ankommt. Mal gibt es kein Personal, mal ist der Zug kaputt, mal sind die Gleise marode, mal die Brücke darunter, mal gibt es Signalstörungen, Baustellen, defekte Stellwerke… Ein Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn hat jetzt offen zugegeben,…

  • Schulstart: Ein gutes Geschäft

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    Der Schulstart ist eine verdammt teure Angelegenheit, und er wird immer teurer. Selbst die Preise für einfache Schulhefte sind seit zwei Jahren massiv gestiegen. Ein Schulranzen kostet mittlerweile zwischen 150 und 300 Euro, dazu noch ein Paar Sportschuhe… Ganz zu schweigen von höheren Klassen, wo immer häufiger die Anschaffung eines mehrere hundert Euro teuren iPads…

  • „Krank durch die Arbeit? Bei VW doch nicht.“

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    Die Witwe eines VW-Arbeiters hat 20 Jahre vor Gericht dafür kämpfen müssen, dass der Lungenkrebs ihres mittlerweile verstorbenen Mannes als Berufskrankheit anerkannt wird und sie eine höhere Rente erhält. Jahrelang hatte ihr Mann in der Gießerei von VW bei Kassel mit Handschuhen gearbeitet, die Asbest enthielten. Doch obwohl bekannt ist, dass Asbest diesen Krebs auslöst und…

  • Essener Polizisten prügeln auf Mallorca… genau wie zuhause

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    Vier deutsche Männer, darunter Polizisten aus Essen, haben auf Mallorca einen 71-jährigen Taxifahrer krankenhausreif geschlagen… weil sie ihn verdächtigten, eines ihrer Handys gestohlen zu haben, das in Wahrheit in ihrer Tasche war. Die Essener Polizeiwache war vorher schon berüchtigt: In den letzten Jahren haben rassistische Polizisten hier immer wieder ärmere Migranten aus der Arbeiterklasse grundlos zusammengeschlagen…

  • Bauarbeiter: Über ihren Tod „im Dienst“ wird geschwiegen

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    Schon wieder ist die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle auf Baustellen gestiegen. 76 Bauarbeiter sind im letzten Jahr ums Leben gekommen – offiziell. Viele dieser Toten hätten verhindert werden können: wenn der ständige Zeitdruck nicht wäre, das chaotische System aus Sub- und Subsubfirmen und vor allem der Druck auf die Arbeiter, auch ohne vernünftige Sicherheitsmaßnahmen zu arbeiten –…

  • Streik in Klinik-Subfirmen: Niedriglöhne? Es reicht!

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    Seit fast zwei Monaten streiken mehrere hundert Arbeiterinnen – aus der Reinigung, dem Lager, der Küche, dem Transport – an den drei Unikliniken Regensburg, Würzburg und Erlangen. Vor vielen Jahren wurden sie alle in Subfirmen ausgelagert. Seitdem bekommen die insgesamt 2.400 Arbeiterinnen nicht mehr den Lohn des Öffentlichen Dienstes, sondern bis zu 900 Euro weniger…