Rubriken: Ihre Gesellschaft
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Das Verantwortungsgefühl ist nicht gleich verteilt…
— Nr.128Aus Kostengründen wird für die meisten, die in Kontakt mit einem Corona-Infizierten oder in Risikogebieten waren, keine Quarantäne angeordnet. Statt offiziell von der Arbeit freigestellt zu werden und weiter Lohn zu bekommen, wird den Betroffenen nur „empfohlen“, auf eigene Kosten in Quarantäne zu bleiben. Viele der Betroffenen haben mehr Verantwortungsgefühl als der Staat und bleiben…
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…die Solidarität auch nicht
— Nr.128All die Eltern der Kinder, deren Schulen und Kitas wegen Corona geschlossen wurden, werden ebenfalls nicht bezahlt von der Arbeit freigestellt. Sie müssen sich Urlaub nehmen oder sonst irgendwie die Betreuung organisieren. Arbeiter, die zum Beispiel von den abgesagten Messen und Veranstaltungen betroffen sind, bekommen im „besten“ Fall Kurzarbeitergeld, also gerade mal 60% vom Nettolohn.…
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Anschlag von Hanau: Die Amnesie von CDU und FDP
— Nr.128Am 19. Februar hat ein rechtsradikaler Attentäter zehn Menschen ermordet, einfach deshalb, weil sie Migranten waren. Die Besucher zweier Shisha-Bars fielen ihm zu Opfer. Und er ist kein Einzelfall: Nur wenige Tage vorher wurden 12 Männer verhaftet, die eine rechtsradikale Terrorgruppe gegründet und ebensolche Anschläge auf Migranten, Muslime und Politiker geplant hatten wie der Täter…
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Ganz ‚normale‘ Geschäfte
— Nr.128Der Witz: „Tausche iPhone gegen eine Flasche Desinfektionsmittel“, der zurzeit kursiert, ist leider fast wahr. Die Preise für Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind explodiert – gerade jetzt, wo sie durch Corona dringend gebraucht werden. Es ist widerlich, wie Firmen sich an einer solchen Notlage bereichern und die ganze Gesellschaft erpressen. In solchen Momenten wird besonders deutlich,…
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Flaschenpost.de: Wir liefern Ausbeutung
— Nr.128Der Getränkelieferdienst Flaschenpost.de hat in den letzten Wochen 15 Arbeitern in seiner Düsseldorfer Filiale gekündigt, weil sie einen Betriebsrat gründen wollten. Die Arbeiterinnen und Arbeiter dort wollen sich zusammentun, um endlich etwas gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen zu unternehmen: gegen die Niedriglöhne (nur knapp über dem Mindestlohn), den extrem stressigen Akkord, die zum Teil willkürlich angeordneten…
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Coronavirus: wissenschaftliche Erfolge und gesellschaftlicher Irrsinn
— Nr.127Bis zum 14. Februar hat das neue Coronavirus mehr als 60.000 Menschen infiziert, und mehr als 1.350 Menschen sind gestorben – fast alle in China. Gerade mal sechs Wochen ist dieser Virus bekannt. Doch da Forschungslabore auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, konnten sie schon nach zwei Wochen den genetischen Code des neuen Virus entschlüsseln und…
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Thyssen: Sparen mit Todesfolge
— Nr.127Nach 13 (!) Jahren sind zwei deutsche Manager von Thyssenkrupp endlich wegen fahrlässiger Tötung zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. 2007 waren in einem Werk in Turin (Italien) sieben Arbeiter bei einem Brand gestorben, weil zig elementare Brandschutz-Einrichtungen kaputt oder gar nicht vorhanden waren: Die Feuerlöscher waren leer, das Notruftelefon funktionierte nicht… Da das Werk nämlich…
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Wir pendeln nicht aus Vergnügen!
— Nr.127Die Anzahl der Arbeitenden, die jeden Tag zur Arbeit pendeln müssen, ist in den letzten 25 Jahren um fast 50 Prozent gestiegen! Viele verbringen inzwischen – unbezahlt – zig Stunden in der Woche im Auto oder in der Bahn, nur um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Die Zahl der Pendler ist deshalb so drastisch gestiegen,…
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Die makabren Spiele von Novartis
— Nr.127Zu Recht waren viele von der Ankündigung von Novartis schockiert, 100 Dosen des teuersten Medikaments der Welt zu verlosen. Das Medikament soll bei einem genetischen Defekt helfen, der zu Muskelschwund führt, woran die betroffenen Kleinkinder ohne jede Behandlung meist schon vor dem zweiten Lebensjahr sterben. Und nun sollte eine Lotterie entscheiden, welche 100 Kinder auf…
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Gabriel: Auf dem richtigen Posten
— Nr.127Erst sollte der ehemalige SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel Vorsitzender des Lobby-Verbandes „Verband der Automobilindustrie“ werden. Dass ein SPD-Frontmann öffentlich für die Autobosse Werbung macht, die nach Dieselbetrug und gigantischen Gewinnen nun Massenentlassungen durchziehen und parallel Milliarden Staatshilfe kassieren, war für den ohnehin stark geschädigten Ruf der SPD dann wohl doch zu riskant. Da ist…
