Rubriken: Ihre Gesellschaft

  • Verkehrte Welt

    — Nr.

    Seit Wochen hört man Unternehmer nur noch stöhnen: Über die viele Bürokratie, ja die Existenznot, in die sie durch den Mindestlohn geraten würden. Existenznot und Bürokratie, was meinen sie? Die Existenznot, in die sie ihre Arbeiter mit ihren Niedriglöhnen seit Jahren getrieben haben? Die Bürokratie, durch die sich ihre Arbeiter jeden Monat durchkämpfen müssen, um…

  • Eine Gelegenheit zum Abkassieren

    — Nr.

    Angeblich „wegen dem Mindestlohn“ haben die Taxi-Unternehmer in Bremen zum 1. Januar die Preise um 15% angehoben. Die Löhne aber nicht: Die Taxifahrer bekommen zwar jetzt offiziell eine 40-Stunden-Woche zu 8,50 Euro bezahlt, müssen aber in Wahrheit für dieses Geld 60-70 Stunden fahren. Die Taxi-Unternehmer haben also doppelt gewonnen: Sie haben den Mindestlohn als Vorwand…

  • „Siemens hat Geld wie Heu“

    — Nr.

    An die zehntausend Metallarbeiter sind am 6. Februar in Mülheim (Ruhr) für höhere Löhne auf die Straße gegangen, darunter allein tausend von Siemens. Auch in anderen Bundesländern gingen tausende Beschäftigte von Siemens auf die Straße. Sie alle wollten dem Siemens-Vorstand zwei Botschaften senden: „Höhere Löhne für alle!“ und „Stoppt die Entlassungen!“ Für sie gehört beides…

  • Karstadt: Jeder Euro zählt… in den Taschen der Arbeitenden

    — Nr.

    Je deutlicher die Erpressungen des neuen Karstadt-Eigentümers Benko werden, desto mehr wächst die Empörung unter den Arbeitenden von Karstadt. Über 2000 von ihnen will er entlassen. Nach Jahren im Betrieb sollen sie mit leeren Händen auf der Straße stehen! Alle, die bleiben, sollen auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten. Und 1.100 von ihnen sollen auf dem…

  • EZB: 1.100 Milliarden-Geschenk an Banken und Konzerne

    — Nr.

    Die EZB hat ein riesiges Programm aufgelegt: 1100 Milliarden Euro bekommen die Banken und Unternehmen geschenkt. Sie können Wertpapiere (zum Beispiel Staatsschulden), die zu riskant oder nicht mehr viel wert sind, bei der Europäischen Zentralbank (EZB) abgeben und bekommen dafür frisches Geld. Die EZB hofft, mit dieser Geldschwemme die Wirtschaft anzukurbeln. Doch wie schon bei…

  • Wer ist schuld an den leeren Kassen?

    — Nr.

    Die Organisatoren der „Pegida-Demonstrationen“ in Dresden behaupten, die Kassen wären leer, es gäbe kein Geld für Schulen und Rentner, weil so viele Flüchtlinge ins Land kämen. Was für eine Lüge! Vor 5 oder 10 Jahren kam so gut wie kein Flüchtling nach Deutschland. Und trotzdem wurden ebenso viele Schwimmbäder und Schulen geschlossen, Krankenpfleger und Busfahrer…

  • Gegen die Spaltung der Arbeitenden!

    — Nr.

    Über hunderttausend Menschen sind in Deutschland in den letzten Wochen auf die Straße gegangen, um ein klares Zeichen zu setzen: Sie wollen die Hetze der Pegida-Organisatoren gegen Flüchtlinge und muslimische Migranten nicht stillschweigend hinnehmen. Und das ist gut so! Doch das allein kann das Anwachsen rassistischer Kräfte nicht aufhalten. Hierfür wird es nötig sein, dass…

  • Die Heuchelei der Verantwortlichen

    — Nr.

    Merkel, Gauck, all die Regierungspolitiker und Konzernchefs, die sich in salbungsvollen Worten hinter die Proteste gegen Pegida gestellt haben, sind die größten Heuchler: Schließlich haben die Regierungsparteien selbst seit über einem Jahr so getan, als würden die Flüchtlinge und Einwanderer aus Osteuropa die öffentlichen Kassen bedrohen… um von ihrer eigenen Verantwortung für die leeren Kassen…

  • Bürokratieabbau – oder Lohnabbau?

    — Nr.

    Das Gesetz zum Mindestlohn gibt es noch keinen Monat, und schon jammern die Unternehmer und mit ihnen Teile der CDU, das sei ja alles viel zu viel Bürokratie. Sie beschweren sich ernsthaft, dass es viel zu viel Aufwand sei, jeden Tag genau aufschreiben zu müssen, von wann bis wann ihr Arbeiter gearbeitet hat! Diese Verpflichtung…

  • Die Kampagne der CDU : Arbeiten bis 70, bis 75, bis…

    — Nr.

    Seit Wochen macht die CDU eine beharrliche Kampagne dafür, dass mehr Rentner… arbeiten. Sie will, dass auch noch die letzten gesetzlichen und tariflichen Hindernisse verschwinden, um später als mit 65 (oder bald mit 67) in Rente zu gehen. Und dass diejenigen, die in Rente sind, „ermuntert und belohnt“ werden, neben der Rente noch zu arbeiten.…